Siemens baut Quantencomputer
Dienstag, 25. März 2008 | Autor: Damian Gawenda
Siemens Forscher und die TU München haben ein neuronales Netz auf einem Quantencomputer zum Laufen gebracht und haben somit die weltweit erste experimentelle Umsetzung eines künstlichen neuronalen Netzes auf einem einfachen Quantencomputer geschafft. Während ein Bit nur für eine Null oder eine Eins steht, nehmen sogenannte Qubits nach den Gesetzen der Quantenmechanik gleichzeitig verschiedene Zustände ein – das erhöht die Rechengeschwindigkeit ungemein. Die Theorie ist durch Experimente an der TU München in einer Lösung Natriumformiat überprüft worden. Natriumformiat besteht aus einem Kohlenstoff- und einem Wasserstoffatom – beide Teilchen bilden in starken Magnetfeldern jeweils ein Qubit. Siemens braucht eine schnellere Mustererkennung für Anwendungen in der Medizin-, der Automatisierungs- oder Energietechnik. Quantenrechner sind vor allem für hochparallele Probleme geeignet wie die Identifikation von Gensequenzen. Die Forschung ist ausgerichtet auf einen Hybridprozessor, der mit konventioneller Technik und quantenmechanischen Methoden arbeitet.
Mehr Infos unter:
- TU München
- computerzeitung.de/kn31451431
- quantencomputer.de
- Wikipedia
Quelle: CZ vom 25. März 2008, IT-Konradin Verlag
Thema: Lehre, Wirtschaft | Beitrag kommentieren

