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Steve Jobs, Larry Ellison und Bill Gates

Freitag, 18. Januar 2008 | Autor:

Diese drei Herren sind wohl die bekanntesten der Computerindustrie. Eines haben die als Visionäre bezeichneten Persönlichkeiten gemeinsam: Sie prägten entscheidend die heutige Informationstechnologie und -industrie. Deswegen sind sie es wirklich wert, einen Beitrag über Sie zu schreiben. Die Informationen hierzu basieren auf denen, die sich im Netz, bspw. Wikipedia, finden lassen. Aber auch schwieriger zu findene Informationen wurden hinzugezogen, wie zum Beispiel Interviews von Bonnie Powell.


Steve Jobs

Steve JobsSteven ‘Steve’ Paul Jobs Karriere begann 1974 mit einem Auftrag von Atari für das Spiel Breakout. 1976 gründete er zusammen mit Steve Wozniak und Ronald Wayne die Apple Computer Company. Ihr erstes, mit dem Apfel mit Biss (Byte) beworbenes Produkt, war der erste Heimcomputer, der Apple I, der für 666,66 Dollar verkauft wurde. Der Prototyp bestand aus einem selbstgebauten Holzgehäuse. Darauf folgte Apple II und der Apple III – bis 1984 der erste Macintosh eingeführt wurde. Es war der erste kommerziell erfolgreiche Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche. 1985 verliess Jobs das Unternehmen nach einem internen Machtkampf und gründete eine weitere Computerfirma namens NeXT Computer. Die NeXT-Workstation war den anderen Geräten am Markt technologisch voraus, wurde jedoch niemals populär, mit der Ausnahme der wissenschaftlichen Forschung: Tim Berners-Lee entwickelte ursprünglich das World Wide Web auf einer NeXT-Workstation. 1996 kaufte Apple NeXT für 402 Millionen US-Dollar. Jobs übte seitdem eine Beratertätigkeit im Unternehmen aus und wurde anschliessend wieder Geschäftsführer, für ein provisorisches Jahresgehalt vom 1 Dollar. Damit gelang ihm ein Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde als schlechtestbezahlter Geschäftsführer, wobei er allerdings einige exklusive Geschenke erhielt; beispielsweise einen 90-Millionen-Dollar-Jet, sowie fast 30 Millionen Anteile der Apple-Aktien. 1986 gründete Jobs mit Edwin Catmull die Pixar Inc., ein Zeichentrickfilm-Studio, welches ursprünglich Teil der Lucasfilm-Grafikabteilung war. Mit Toy Story, dem ersten vollständig computeranimierten Kinofilm, gelang dem Unternehmen 1995 ein erster Erfolg. Für Findet Nemo und Die Unglaublichen erhielt Pixar den Oscar für den besten animierten Spielfilm. 2006 gab der Medien- und Entertainment-Konzern Walt Disney nach US-Börsenschluss bekannt, dass er die Pixar Inc. für 7,4 Mrd. Dollar übernehmen wird. Somit wurde Jobs durch seinen Pixar-Anteil von etwa 50,1 % mit 6 % gröÃ?ter Anteilseigner bei Disney.

Larry Ellison

Larry EllisonLawrence Joseph Ellison beschäftige sich 1974 in der Firma Ampex (Multimedia) unter anderem mit dem damals programmiertechnischen Problem der sehr eingeschränkten Massenspeichergeräte. Er verliess das Unternehmen und noch im selben Jahr entwickelte er dann für die Firma Precision Instrument Company ein leistungsfähiges Speicherverwaltungssystem. Im Wikipedia heisst es, er entwickelte das Datenbanksystem für die CIA, mit dem Projektnamen ORACLE. Die nächsten Jahre entwickelte Ellison sein Datenbankprogramm weiter, doch es war für die damaligen Computer zu speicheraufwendig. In einem Gespräch mit seinem Nachbarn erkannte dieser das Potenzial dieser Software und riet ihm zur Weiterentwicklung. Inspiriert von Edgar F. Codd, der ein Buch über die Theorie relationaler Datenbanksysteme schrieb (die heutigen Codd’schen Normalformen) gündete Ellison 1977 die Software Development Laboratories, welche später in Relational Software Inc. und daraufhin in Oracle umbenannt wurde. Heute ist Oracle das Datenbanksystem Nr. 1 am Markt und Ellison gehört zu den reichsten Menschen dieser Welt. Für einen kurzen Zeitraum in 2000 soll er sogar der reichste gewesen sein. Zwischenzeitlich wurde er Vorstandsmitlied von Apple, als Steve Jobs in das Unternehmen zurückkehrte. Ellison ist bekannt für sein sehr dynamisches Auftreten und gilt in Geschäftskreisen als alles andere als ein â??gewöhnlicherâ?? Geschäftsmann. Mike Wilson, der eine Biographie über Ellison schrieb, betitelte sie mit The Difference Between God and Larry Ellison â?? Der Unterschied zwischen Gott und Larry Ellison, was ein beredtes Zeugnis für den Ruf ist, den Ellison genieÃ?t. Die Antwort: Gott glaubt nicht, dass er Larry Ellison ist. Neben seinem Ruf als Marketinggenie wird er als Playboy und Sportfanatiker bezeichnet. Ellison errang unter anderem den Titel eines Weltmeisters im Segelrennen und ist Jet-Pilot â?? er besitzt in den USA die Flugerlaubnis für einen italienischen Kampfjet.

Bill Gates

Bill GatesWilliam â??Billâ?? Henry Gates III gründete zusammen mit seinem Schulfreund Paul Allen mit 14 Jahren seine erste Firma Traf-O-Data. Sie entwickelten ein System zur Messung von Verkehrsströmen, welches auf dem Prozessor Intel 8008 lief und ihnen 20.000 Dollar einbrachte. 1973 ging Gates an die Harvard-Universität, um dort zu studieren, verbrachte seine Zeit aber überwiegend im Computerraum. Dort lernte er auch seinen späteren Geschäftspartner Steve Ballmer kennen. Im Dezember 1974 entwickelte er zusammen mit Allen innerhalb weniger Wochen einen BASIC-Interpreter für den neu auf den Markt kommenden Heimcomputer Altair 8800. 1975 meldete Gates die Marke Microsoft an und brach sein Studium ab, um sich ganz der Führung seiner “Firma”, später Microsoft Corporation, zu widmen. Schon wenige Jahre danach gelang ihm der groÃ?e Coup, als er IBM das Betriebssystem MS-DOS lieferte. Darauf folgte Windows, welches bis heute in den meisten PC zu finden ist. Bis zum Jahre 2006 war Gates der Hauptverantwortliche für die Geschäftsstrategien von Microsoft. Ihm wird nachgesagt, dass seine Methoden hierbei hart an der Grenze der Legalität lagen. Hierfür musste Microsoft später Wiedergutmachung leisten – zuletzt zahlte man AOL 750 Millionen Dollar und 7 Jahre kostenlose Browsercode-Nutzung. Auf der letzten Consumer Electronics Show nahm Gates Abschied von seiner Tätigkeit bei Microsoft. Ob er wiederkommt und sich als “der bessere Steve Jobs” feiern lässt, bleibt abzuwarten.

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Thema: Menschen

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