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Dem Mittelstand fehlt die Datenqualität

Donnerstag, 24. Mai 2007 | Autor: Damian Gawenda

Die mittelständischen Unternehmen haben die strategische Bedeutung von Business Intelligence (BI) erkannt. 49 Prozent nutzen bereits heute Software zur Unternehmenssteuerung, weitere 40 Prozent planen den Einsatz. Allerdings hapert es nach wie vor an der Datenqualität.

Etablierte Einsatzgebiete von BI-Software im Mittelstand sind Berichterstellung und -verteilung, Datenanalyse sowie Planung und Budgetierung, berichtet das Business Aplication Research Center (Barc) aus Würzburg. Im Auftrag des BI-Spezialisten Cognos haben die Analysten 279 Mittelständler im deutschsprachigen Raum befragt.

Zwar zeigt sich mehr als die Hälfte sehr zufrieden oder zufrieden mit ihrer Unterstützung durch BI. Dennoch sieht Barc Verbessungspotenzial bei der Kundenzufriedenheit. â??Typischerweise sind es die Anwender von Microsoft Excel, die Defizite in den gelieferten Möglichkeiten erkennenâ??, berichtet Analyst Dirk Friedrich. Dennoch stellt Microsoft mit seinen Office-Produkten die drei am häufigsten eingesetzten Tools für Berichterstellung und Analyse.

Auffällig ist, dass gerade die Kriterien, die von den Anwendern als wichtigste Eigenschaften einer BI-Lösung gesehen werden, für den meisten Unmut sorgen: Datenqualität, Abfragegeschwindigkeit und Bedienungskomfort. â??Die Benennung von Datenqualität als wichtigste Eigenschaft von BI-Systemen zeigt, dass die Sensibilität für dieses Thema in den Unternehmen angekommen istâ??, urteilt Barc. Offenbar reiche die Erkenntnis des Problems aber nicht für dessen Lösung aus.

Ursache für die mangelnde Datenqualität dürfte neben dem weit verbreiteten Excel-Einsatz auch die dezentrale Datenhaltung sein: Nur bei 23 Prozent der Unternehmen existiert eine zentrale Datensammlung für Kennzahlen zur Steuerung. Bei weiteren 58 Prozent existieren zwei bis zehn Datenbanken zur Unterstützung von Berichtswesen und Analyse. 16 Prozent der Befragten haben mehr als zehn Datenbanken im Einsatz.

Die grö�te Diskrepanz zwischen der Einschätzung der Wichtigkeit und der Unzufriedenheit zeigt sich bei den verfügbaren Layout-Möglichkeiten im Berichtswesen. Zwar wird das Thema Layout und optische Gestaltung als unwichtig bezeichnet, aber 30 Prozent der Mittelständler sind mit den Möglichkeiten unzufrieden.

Auch von der bereits seit einigen Jahren propagierten Informationsdemokratie ist der Mittelstand noch weit entfernt: Fast 80 Prozent der Unternehmen versorgen weniger als 20 Prozent ihrer Mitarbeiter mit Berichten â?? und dies oft auf der Basis von Papier.

- Artikel vom 19.02.07: â??Firmen brauchen Experten für Datenqualitätâ??

Quelle: Computer Zeitung – 21.05.2007

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Thema: IT, Wirtschaft

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